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Brief (für direkt Betroffene)

Brief (Word)


Sehr geehrte Damen und Herren

Der Tankstellen-Kindergarten im ehemaligen Restaurant Schosshalde ist denkbar ungünstig. Wir anerkennen, dass die Suche nach Schulraum schwierig ist. Wir gestehen auch zu, dass unter diesen Voraussetzungen optimale oder sogar kindgerechte Lösungen nicht immer erreicht werden können. Die massiv gefährliche Lage und die Schadstoffbelastung sind aber so gravierend, dass wir nicht gewillt sind, diese “Lösung” einfach so hinzunehmen.

Massiv gefährliche Lage
Es gibt in der Umgebung nicht ein Gebäude, das ungünstiger liegt. Der Kindergarten wird von allen Seiten von regem bis starkem Verkehr umflossen. Eine Tankstelle sorgt für zusätzliche Unübersichtlichkeit. Rechtsabbieger von Muristrasse Richtung Schosshalde sind bei Grün oft nicht darauf gefasst, dass Fussgänger ebenfalls grün haben. Die Grünphasen sind teils kurz bemessen. Die Kindergartenkinder des ersten Jahres, welche diesen Sommer dort einziehen, sind die schwächsten und unerfahrensten Verkehrsteilnehmer überhaupt. Um erwerbstätig bleiben zu können, müssen die Schulwege untereinander aufgeteilt werden. So kommt es durchaus vor, dass sich Gruppen von 4-6 Kindern unmittelbar vor dem Kindergarten treffen. Der Standort verhindert durch seine Lage eine wirksame Umgehung der Gefahren. Ebenso wird so jegliche Exkursion für die Klasse zu einem risikobehafteten Unterfangen und jede Kindergärtnerin muss sich zweimal überlegen, ob sie dieses eingehen soll und genügend Hilfskräfte dafür bereitstehen. Gerade an diesem Standort wären solche Exkursionen besonders wichtig.

Die Schadstoffbelastung
Die Verkehrsampeln sorgen für stetig stehenden Verkehr mit laufendem Motor. Die Verkehrsachse Muristrasse bringt Schwerverkehr und Reisecars ins Stadtzentrum. Der Tankstellenbetrieb und das Warten auf eine Verkehrslücke der Verkehrsteilnehmer aus Richtung kleiner Muristalden sorgen für eine sehr schlechte Luftqualität. Die grosse Pause ist Kindergartenkindern besonders wichtig. Dabei ist die Bewegung an der frischen Luft auch für den anschliessenden Unterricht besonders wertvoll. Wir wollen nun gar nicht von der trostlosen Umgebung und den beschämend beengten Platzverhältnissen sprechen. Zweifellos ist aber jegliche körperliche Betätigung ausserhalb der Klassenräume an diesem Standort gesundheitsgefährdend. Erst recht für Kinderlungen zwischen 4 und 5 Jahren.

Soll die Lösung von den Betroffenen mitgetragen werden, so sind folgende Punkte nötig:

1. Direkte Info und Gespräch der Betroffenen mit den Verantwortlichen.
Ziel soll es sein, dass es für alle eine wenigstens minimal gangbare Lösung gibt. Für Schuldzuweisungen haben wir Betroffenen keine Zeit. Wir erwarten aber eine verbindliche Aussage zur Dauer dieses Provisioriums.

2. Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Situation.
Es besteht ein Angebot der KITA Zazabu, den benachbarten Garten als Pausenraum zu nutzen. Diesem Angebot soll nachgegangen und eine verkehrssichere Umsetzung ausgearbeitet werden (Kindergerechte Überführung, direkter Fussgängerstreifen, Strassensperrung oder ähnliches). Bauliche Massnahen zum Schutz der Kinder (sichere Aussentür, Geländer an Trottoir, entschärfen Betonboden im Ausenbereich).

3. Gesuche um Umteilung in Kindergarten Egelsee müssen ermöglicht werden.

Mit freundlichen Grüssen